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Marcus Wadsak referierte über Klimawandel

By März 11, 2020 März 25th, 2020 No Comments

Die Schwerpunkte der KEM Carnica Rosental liegen in der Bewusstseinsbildung und daher konnte Marcus Wadsak für einen Fachvortrag zum Thema „Wer das Klima retten will, der braucht …?!“ für die Jubiläumsveranstaltung „25 Jahre Carnica-Region Rosental“ gewonnen werden. Aufgrund des allgemein großen Interesses am Thema „Klimawandel“, dem hohen Bekanntheitsgrad von Marcus Wadsak sowie sein aktuell erschienenes Buch erhöhten nochmals das Interesse an dieser Veranstaltung, was die große Teilnehmerzahl bestätigte.

Der Vortrag von Wadsak über den Klimawandel begann mit einem „Klimaquiz“ mit den verschiedenen Rekorden von Messwerten in Österreich. Das Jahr 2019 war offensichtlich ein Jahr voller Temperatur- und Niederschlagsrekorde, dabei hat Wadsak aus gegebenem Anlass auch die Rekordwerte von den Messstationen am Loibl und in Ferlach herangezogen. Hervorgehoben wurden die 20 wärmsten Jahre seit 252 Jahren, wobei 15 davon auf die Jahre nach dem Jahr 2000 fallen. Die sechs wärmsten Jahre waren die letzten sechs Jahre ab 2014. Interessant dabei war, dass Humboldt bereits vor 200 Jahren drei elementare Faktoren erkannte, durch die der Mensch das Klima verändert: das Fällen der Wälder, das Umverteilen von Gewässern und der Ausstoß von Gasen durch die frühe Industrie. Von Wadsak wurde der 100-prozentige Konsens der verschiedenen Wissenschafter über die menschengemachte globale Erwärmung betont, was die Begutachtung von über 11.600 Artikeln über den Klimawandel und die globale Erwärmung ergab. Er strich immer wieder hervor, dass die Ursache für die Erwärmung fast ausschließlich an den von uns Menschen verursachten Treibhausgasen in der Atmosphäre liegt und alle weiteren Ursachen vernachlässigbar sind.

Bei den Zukunftsaussichten wurden im Vortrag eindrucksvoll die dramatischen Folgen des Klimawandels gezeigt wie etwa die Trockenheit, Waldbrände, Hochwasser und die nun auch in Europa vermehrt auftretenden tropischen Krankheiten. Was den Österreichern aber wirklich Sorgen bereitet, zeigte Wadsak am Beispiel der Schlagzeilen aus den verschiedensten Zeitungen. Dabei wiesen die Schlagzeilen auf teilweise kuriose vom Klimawandel verursachte Probleme wie z.B. die Verteuerung und Knappheit des Bieres oder steigende Pommespreise hin. Aber auch die erhöhte Sterblichkeit aufgrund der Hitze-Wellen, die sogenannte hitzeassoziierte Übersterblichkeit, wird ein in diesem Fall sehr ernstes Thema von den verschiedenen Medien aufgenommen. Von Wadsak wurde dabei auf Maßnahmen zur Minderung und Anpassung hingewiesen. Dabei strich er die klimafreundliche Mobilität, Ernährung, regionale Produkte, erneuerbare Energie sowie energieeffiziente Geräte hervor.

Wadsak fasste zusammen, dass die globale Erwärmung jedenfalls real und bei uns angekommen sowie von uns gemacht ist, wissenschaftliche klar belegt wird, für die Menschheit eine ernste Bedrohung bedeutet und derzeit noch lösbar ist. Er verweist auf die Initiativen wie die KEM- und KLAR-Regionen, Fridays for future oder etwa Greta Thunberg, die alle Aktivitäten zum Klimaschutz fördern. Die Politik spielt eine wichtige Rolle beim Klimaschutz wie etwa bei der Festlegung der Klimaziele. Österreich liegt bei der Reduktion der Treibhausgasemissionen innerhalb der Europäischen Union auf dem 24. Platz und somit unter den EU-Staaten auf einem hinteren Platz. Die Klimakonferenzen in Madrid und in Kattowitz brachten laut Wadsak ebenfalls nicht die großen Lösungen zum Klimaschutz. Die Politik reagiert aus der Sicht von Wadsak viel zu träge und daher kann man sich hier nicht viel erwarten. Die neue Regierung ist jedoch vielversprechend bei ihren Vorhaben zur Bekämpfung des Klimawandels und Einhaltung der Pariser Klimaziele.

„Es gibt allen Grund, die Klimakrise zu fürchten – sie kann zur Klimakatastrophe werden. Es gibt keinen Grund sich vor Klimaschutz zu fürchten – er kann beitragen, soziale Ungerechtigkeiten zu beseitigen und zu mehr Lebensqualität zu führen“. Mit diesem Schlussgedanken wurde der Vortrag von Wadsak abgeschlossen und regte im Publikum zum verstärkten Nachdenken an.