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Leitprojekt zu „KEM als Konjunkturhebel“ startet

By Januar 11, 2021 Januar 13th, 2021 No Comments

Das beantragte Leitprojekt „Konjunkturhebel – KEM Carnica Rosental“ wurde den Gremien des Klima- und Energiefonds vorgelegt und positiv beurteilt. Das Präsidium des Klima- und Energiefonds hat die Beauftragung des Projektes am 16.12.2020 genehmigt. Der KEM Carnica Rosental werden zur erfolgreichen Projektumsetzung vom Klima- und Energiefonds zusätzlich über 34.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Das Projekt verfolgt das Ziel, die volkswirtschaftlichen Auswirkungen auf die Region anhand der umgesetzten Maßnahmen der Klima- und Energie-Modellregion Carnica Rosental, die die Klimaziele der Bundesregierung bzw. des Pariser Klimaabkommens ambitioniert umzusetzen versucht, darzustellen.

Der Kern des Projekts ist eine regionale Analyse der volkswirtschaftlichen Aspekte, insbesondere der Wertschöpfung, Arbeitsplätze und der Energieimporte aus dem Ausland. Das Projektergebnis wird den regionalen Entscheidungsträgern und Gemeindeverantwortlichen als Argumentarium dienen, um zukünftige Investitionen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in Richtung Klimaschutz zu lenken.

Die geplanten, bestehenden oder bereits durchgeführten Leistungen in der Umsetzungsphase der KEM Carnica Rosental haben bisher keinerlei Maßnahmen zur Darstellung der volkswirtschaftlichen bzw. wirtschaftlichen regionalen Auswirkungen vorgesehen. Bisher wurden hauptsächlich Maßnahmen umgesetzt, jedoch ohne deren volkswirtschaftlichen Aspekte aufgrund einer regionalen Analyse im Detail zu betrachten. Daher kommt bei den bereits beauftragten Leistungen im Maßnahmenpool die Analyse der regionalen Wertschöpfung, Arbeitsplätze bzw. Green Jobs sowie die Energieimporte aus dem Ausland zu kurz.

Die regionale Analyse der volkswirtschaftlichen Aspekte zur Erarbeitung eines Argumentariums ist nur aufgrund der zusätzlichen Fördermittel im Leitprojekt möglich, da die Region selbst nicht die Mittel und Ressourcen dafür auftreiben kann. Die genauere Betrachtung der KEM Carnica Rosental als Konjunkturhebel ist in diesem Umfang nur mittels der Kooperation mit dem Klima- und Energiefonds möglich. Dadurch sollen zukünftige Investitionen in der Modellregion verstärkt in Richtung Klimaschutz gelenkt werden, auch wenn die derzeitigen wirtschaftlichen Voraussetzungen als sehr schwierig einzustufen sind.

Die Innovation des Projekts liegt darin, einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) als methodisches Instrumentarium anzuwenden und anhand ausgewählter Indikatoren die volkswirtschaftliche Wirksamkeit der KEM-Maßnahmen auf Basis von definierten Entwicklungsfeldern, Leitindikatoren und Zielwerten zu analysieren. Dieser Ansatz erlaubt:

  • Wirkungszusammenhänge zwischen Klimaschutzmaßnahmen und volkswirtschaftlichen Potentialen aufzuzeigen
  • Benchmarks und Ziele im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses zu definieren
  • den Ist-Stand als Profil abzubilden
  • regionale Ressourcen und schlummernde Potentiale zu quantifizieren
  • Entscheidungsgrundlagen für energiepolitische Maßnahmen und Investitionen mit Kennzahlen zu stärken
  • zukünftig die Wirksamkeit von Maßnahmen und Entwicklungen im zeitlichen Verlauf – im Sinne eines Monitoringsystems – sicht- und vergleichbar zu machen

Damit erhalten die regionalen EntscheidungsträgerInnen die Möglichkeit sich über ein einheitliches Indikatorenprofil mit Entwicklungsfeldern auseinanderzusetzen und zielgerichtet zu agieren. Die Anwendung des methodischen Ansatzes kann vervielfältigt und auf einzelne Gemeinden oder weitere Regionen, auch im Sinne eines Referenz-Benchmarks, übertragen werden.